Die verspäteten Eat Out Awards, die 14 Monate nach der letzten Ausgabe 2023 verliehen wurden, haben sowohl Positives als auch Raum für Verbesserung gezeigt.

Eat Out Awards: Eine fabelhafte Veranstaltung, hervorragendes Essen, aber immer noch ein Liebesfest am Kap

Von Tony Jackman

Die verspäteten Eat Out Awards, die 14 Monate nach der letzten Ausgabe 2023 verliehen wurden, haben sowohl Positives als auch Raum für Verbesserung gezeigt. Die Wahl des Baxter Theatre Centres als Veranstaltungsort war eine herausragende Entscheidung und ein elegantes Event, bei dem so ziemlich jeder in seiner besten Garderobe glänzte. Doch die Frage bleibt: Hat sich wirklich etwas verändert?

Der neu gestaltete Ablauf der Eat Out Awards war ein makelloses Ereignis und ein klares Statement der Veranstalter, New Media und den Geldgebern Woolworths, dass sie beabsichtigen, die führende Kraft bei den Restaurantpreisen in Südafrika zu bleiben.

Ein Großteil der bisherigen Kritik an den Preisverleihungen bezog sich auf die Veranstaltung selbst – und hier haben sie offensichtlich zugehört. Der Montagabend in Kapstadt war ein wahrer Showstopper für die Restaurantbranche und ein freudiger Anlass für alle, die die Restaurants und das Essen lieben, das sie uns bieten.

Zwei Dinge wurden ganz besonders richtig gemacht: Der aufstrebende Star von Eat Out, Nathan Clarke von Test Kitchen Fledglings, und der Gewinner des Lannice Snyman Lifetime Achievement Award, Franck Dangereux. Beide Momente waren wahre Höhepunkte des Abends.

Es war für mich persönlich auch ein bedeutender Abend, da ich schon lange als selbsternannter Chefkritiker der Veranstaltung fungiere. Aber das Beste daran war, dass man merkte, dass sie zugehört und gehandelt haben – und das verdient Respekt.

Dennoch bleibt auch etwas Raum für Kritik. Ein zentraler Kritikpunkt an den Eat Out Awards ist und bleibt die Aufteilung der Preisträger nach Regionen und Städten. Wieder einmal dominierte der Westkap mit Kapstadt, während andere Städte wie Johannesburg und Durban nur spärlich vertreten waren. Bei der Vielzahl an herausragenden Restaurants in Johannesburg gab es nicht einmal die notwendige Anerkennung, die diese Szene verdient. Ein Restaurant wie Darren O'Donovans Embarc in Joburg hätte definitiv einen Platz unter den Preisträgern verdient – doch es bleibt im Schatten der Jury.

Ein weiteres ungelöstes Problem ist die Sichtweise auf gutes Essen. Die preisgekrönten Restaurants setzen immer noch auf teure Details, ausgefallene Menüs und großartige Weine – doch was ist mit den authentischen, lokalen Restaurants? Es gibt eine Vielzahl an Lokalitäten, die ausgezeichnetes Essen bieten, aber nie eine Chance bekommen, in den Kategorien der Eat Out Awards aufzutauchen. In einigen dieser Restaurants mag die Einrichtung nicht spektakulär sein, aber auf den Tellern finden sich wahre kulinarische Meisterwerke.

Ich schlag vor, dass Eat Out seine Bewertungsmethoden überdenkt und vielleicht regionale Jurys für verschiedene Städte wie Johannesburg oder Durban einführt, um auch hier echte kulinarische Geheimtipps zu entdecken.

Die Eat Out Awards 2025 haben eine Menge zu bieten, aber noch wichtiger ist es, dass die Veranstaltung als Plattform für alle Restaurants dient, die in Südafrika herausragende Arbeit leisten, unabhängig von ihrem Standort.

Die Gewinner der Eat Out Awards 2025:

1 Stern

Belly of the Beast (City Bowl, Cape Town) Cavalli Restaurant (Somerset West) Chefs Warehouse at Maison (Franschhoek) Chefs Warehouse at Tintswalo Atlantic (Hout Bay, Cape Town) Creation Wines Tasting Room (Hemel-en-Aarde Valley) Culinary Table (Lanseria) Eike (Stellenbosch) Ëlgr (City Bowl, Cape Town) Farro (Botrivier) Galjoen (City Bowl, Cape Town) Hōseki (Stellenbosch) Kapokbos (Bonnievale) Le coin Français (Franschhoek) Les Créatifs Restaurant (Bryanston, Johannesburg) Marble Restaurant Johannesburg (Rosebank, Johannesburg) Meraki by Charlie Lakin (Hillcrest, eThekwini) Nevermind (Cape St Francis) Orangerie at Le Lude (Franschhoek) Post & Pepper (Stellenbosch) Restaurant Klein Jan (Tswalu) Reverie Social Table (Observatory, Cape Town) Rykaart’s Restaurant at Longridge Wine Estate (Stellenbosch) Scape at Vrymansfontein (Paarl) Spek & Bone (Stellenbosch) Table Seven (Salt River, Cape Town) The Chefs’ Table (Umhlanga, eThekwini) The Red Room by Chefs Warehouse (City Bowl, Cape Town) The Table at De Meye (Stellenbosch) The Test Kitchen Fledgelings (Woodstock, Cape Town) Upper Union (City Bowl, Cape Town) Vuur Goose Island (Stellenbosch) Zioux (Sandton, Johannesburg)

2 Sterne

Beyond (Constantia, Cape Town) Chefs Warehouse at Beau Constantia (Constantia, Cape Town) Chorus (Somerset West) Clara’s Barn (Stellenbosch) Epice (Franschhoek) Faber at Avondale (Paarl) Fermier (Pretoria) Foxcroft (Constantia, Cape Town) Mertia (Stellenbosch) Ouzeri (City Bowl, Cape Town) Protégé (Franschhoek) Rust en Vrede (Stellenbosch) Salon (Woodstock, Cape Town) The Jordan Restaurant with Marthinus Ferreira (Stellenbosch) The Pot Luck Club Cape Town (Woodstock, Cape Town) The Waterside Restaurant (V&A Waterfront, Cape Town) Wolfgat (Paternoster)

3 Sterne

Dusk (Stellenbosch) Fyn (City Bowl, Cape Town) La Colombe (Constantia, Cape Town) La Petite Colombe (Franschhoek) Pier (V&A Waterfront, Cape Town) Salsify at the Roundhouse (Camps Bay, Cape Town) The LivingRoom at Summerhill Guest Estate (Pinetown, eThekwini)