Anlässlich der Restaurantwoche nutzten mein Geschäftspartner und ich die Gelegenheit für ein ganz besonderes Mittagessen im Coy – einem noch jungen, aber bereits vielversprechenden Restaurantjuwel an der V&A Waterfront in Kapstadt.

Von LHR

Anlässlich der Restaurantwoche nutzten mein Geschäftspartner und ich die Gelegenheit für ein ganz besonderes Mittagessen im Coy – einem noch jungen, aber bereits vielversprechenden Restaurantjuwel an der V&A Waterfront in Kapstadt.

Direkt an der Uferpromenade gelegen, bietet das Coy nicht nur einen spektakulären Blick auf den Hafen und den majestätischen Tafelberg, sondern auch ein durchdachtes Ambiente. Die Innenarchitektur kombiniert moderne Eleganz mit afro-schicker Wildhüttenästhetik – ein stimmungsvoller Mix, der uns sofort an das Buschleben erinnerte, das wir so sehr lieben.

Empfangen wurden wir herzlich und zu einem der besten Tische im Haus geleitet – mein Geschäftspartner mit Blick auf den Tafelberg, ich mit Panoramablick auf den Hafen. Als Willkommensgruß servierte man uns zwei Gläser Sekt – frisch, feinperlig, einladend.

Das Fünf-Gänge-Menü für 645 Rand pro Person hatte ich gezielt wegen seiner kreativen Interpretation südafrikanischer Zutaten gewählt – eine Verbindung von Tradition und Innovation, die Coy hervorragend beherrscht.

Der Auftakt: knusprige Mais-Chips mit einer Auswahl an Dips, darunter ein herausragender Tahini-Dip – nussig und cremig, perfekt balanciert. Ein Highlight war die Linsenkrokette: außen knusprig, innen fluffig, veredelt mit geschmolzenem Käse und einem süßlich-würzigen Topping.

Gang zwei: fermentiertes Sauerteigbrot – 48 Stunden gereift, warm serviert mit Butter, Aprikosenmarmelade und einem Hauch Bokkom (gesalzener Trockenfisch) als salzige Überraschung. Der Duft, die Konsistenz, der Geschmack – ein Hochgenuss für jeden Brotfan.

Die Vorspeise: Muscheln in einer kalten süß-sauren Brühe, ergänzt durch Fenchel und Pinienkerne. Die Balance von Frische, Säure und Textur war meisterhaft. Großzügig portioniert und erinnernd an eine Tom-Yum-Suppe – nur feiner, vielschichtiger.

Der Hauptgang: ein Lammgericht in zwei Variationen: zartes Filet auf cremigem Brei mit Butternusskürbispüree, Spinat und einem seidigen Jus, begleitet von einem aromatisch geschmorten Lamm-Potjie. Herzhaft, vielschichtig, perfekt gewürzt – ein Gericht zum Innehalten.

Das Dessert: „Tee mit deiner Mama“ – serviert in einer großen Teetasse mit Eis, Crumble und Sahne, begleitet von zwei Zimt-Koeksisters. Ein optischer Genuss, geschmacklich dezent mit würzigem Finish – für mich ein würdiger Abschluss.

Der Service war ebenso bemerkenswert wie die Küche: aufmerksam, unaufdringlich und charmant. Und als i-Tüpfelchen: die Playlist. So stimmungsvoll, dass ich sie mir sofort gespeichert habe.

Coy ist mehr als ein Restaurant – es ist ein Erlebnis. Für mich einer der besten Neuzugänge an der Kapstädter Waterfront.

Adresse: V & A Waterfront, Victoria & Alfred Waterfront, Cape Town, 8001 Telefon: 021 207 3278 Website & Menü: coyrestaurant.com Öffnungszeiten: Mittag bis 14:30 Uhr, Abendservice ab 18:00 Uhr